Sauerstoffaufnahme und Transport
Der Sauerstofftransport im Blut erfolgt unter Normalbedingungen überwiegend durch die chemische Bindung von O2 an das Hämoglobin der Erythrozyten. Dabei werden 1,36 ml Sauerstoff an 1g Hämoglobin gebunden (Hüfner Zahl). Eine geringe Sauerstoffmenge wird auch bereits bei normobaren Bedingungen physikalisch im Blut gelöst. Dieser Anteil ist jedoch so gering, daß er im Prinzip vernachlässigt wird.
Bei der HBO-Therapie wird vor allem der Anteil von physikalisch im Plasma gelöstem Sauerstoff (Gesetz von Henry) von ca. 0,3 ml O2/dl Blut (bei Normalbedingungen) auf ca. 6,8 ml O2/dl Blut (bei einem Umgebungsdruck von 3 bar und 100% O2) erhöht.
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Unter Normalbedingungen bei Atmung von Luft (1 bar/21% O2/78% N2) beträgt der gemessene arterielle pO2 80-100 mmHg, bei Überdruckbedingungen von 3 bar und Atmung von 100% O2 ungefähr 2200 mmHg! (s. Abb.2) |
HBO-Behandlung bei CO-Vergiftung
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Kohlenmonoxid (CO) hat eine im Vergleich zu Sauerstoff ca. 250 mal höhere Bindungsaffinität zum Hämoglobin, so daß es Sauerstoff kompetitiv vom Hämoglobin verdrängt. Die Folge ist eine Blockade des Hämoglobins für den Sauerstofftransport zu den Zellen. Auf gleiche Weise kommt es zu intrazellulären Schäden durch eine Blockade der Hämoproteine der Atmungskette. |

