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Physiologische Effekte der HBO-Therapie
- Verlängerung der Diffusionsstrecke für Sauerstoff d.h. es werden weiter von der Kapillare entfernt liegende Gewebsbereiche erreicht und oxygeniert
- antiödematöse Wirkung durch Vasokonstriktion ohne die Folge einer ischämischen Hypoxie
- Verkleinerung der Gasblasen nach Gasembolie oder Dekompressionserkrankung
- Bakterizidie gegenüber anaeroben Erregern und Inaktivierung von Toxinen
- kompetitive Verdrängung von Kohlenmonoxid (CO) vom Hämoglobin und damit schnellere Elimination
- Aktivierung der Fibroblastenproliferation und Kollagensynthese
- Osteoklastenaktivierung und Osteoneogenese
- Angioneogenese (indirekt)
- Aktivierung von Leukozyten und Makrophagen
Indikationen der HBO-Therapie (nach GTÜM/ EUBS/ UHMS)
- Dekompressionserkrankung (DCS)- auch Tauchunfall genannt
- Problemwunden (bei z.B. Diabetes mellitus oder pAVK)
- Prävention und Therapie von Bestrahlungsschäden
- Akut hypoxisch cochleäre Funktionsstörungen (Hörsturz, Knall- und Lärmtauma mit/ohne Tinnitus, akut auftretende Ohrgeräusche)
- Osteitis/Osteomyelitis
- Verbrennungen/Verbrennungskrankheit
- Gefährdetes Haut- und/ oder muskuloskeletales Transplantat
- Otitis externa maligna - Arterielle Luft-/ Gasembolie (AGE)
- Clostridiale Myonekrosen (Gasbrand) u.a. nekrotisierende Weichteilinfektionen
- Kompartment-Syndrom/Crush-Verletzung
- CO-/ Rauchgas-Intoxikation
- Retinalarterien - Insuffizienz
- Ischämische Hirnerkrankungen und Abszesse
1) Notfall-Indikationen
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2) Indikationen
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3) Therapiestandards
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